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Baugeschichte

 An diesem Standort befand sich ein Wohn- Geschäftshaus, dessen Ursprünge in das 18.Jahrhundert zurück reichen. Das alte Gebäude wurde mit dem Ziel der Erhaltung und Sanierung einer gründlichen Untersuchung unterzogen. Dabei wurden aus dem Dachstuhl, aus einem Fachwerkständer und aus Balken der Erdgeschossdecke Bohrkerne entnommen und mit Hilfe der Dendrochronologie untersucht.

Die Dendrochronologie ist eine Datierungsmethode, bei der die Jahresringe von Bäumen anhand ihrer unterschiedlichen Breite mit Sammlungen bekannter Jahresringe verglichen und eine Wachstumszeit zugeordnet werden. Durch die Dendrochronologie konnte nachgewiesen werden, das die beprobten Hölzer des Dachstuhls im Winter 1699/ 1700 eingeschlagen wurden. Das Holz für die Deckenbalken über dem Erdgeschoss wurde jedoch erst in der Zeit von 1759 bis 1761 eingeschlagen.

An den meisten der älteren Hölzern konnten keine Spuren einer Zweitverwendung gefunden werden. Die jünger datierten Hölzer sind ausschlaggebend für das Gefüge des Altbaus. Zwischen den Zeiten der Holzeinschläge und den Krakower Stadtbränden bestehen deutlich Zusammenhänge. Am 21. August 1759 legte der letzte große Stadtbrand fast die ganze Stadt in Schutt und Asche. Nach diesem Brand veranlasste die großherzogliche Regierung in Schwerin die Ausschreibung eines Regierungsplanes für Krakow, nach dem die Stadt neu aufgebaut wurde. Die Anlage und Form des Marktplatzes, der Straßenverlauf im alten Stadtgebiet, auch Gebäude - Hauptabmessung und - formen, so wie sie gegenwärtig noch existieren, gehen auf diesen Stadtplan zurück.

Der Altbau Plauer Straße 1 wurde unmittelbar nachdem letzten Stadtbrand errichtet. Dieses Gebäude war ursprünglich ein Fachwerkbau aus Kiefernholz, die Außenwände zum Markt und Plauer Straße erhielten später eine Verblendung aus Ziegelsteinen und Putz. Reste des Fachwerks konnten in der markt seitigen Außenwand nachgewiesen werden. Im Gebäude wurden 2 Zargenfenster mit profiliertem Mittelpfosten vorgefunden, die aus der Entstehungszeit des Hauses stammen. Eines dieser Zargenfenster wurde aufgearbeitet und dient jetzt rechts neben der Tafel als Ausstellungsvitrine. In diesem Haus war lange Zeit das Lebensmittelgeschäft von Paul Wenzel.

Ansicht von Karl Bontemps 1957
Ansicht von Karl Bontemps 1957
Touristinformation seit 2012
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